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Wie die “schiefe Eck” zum “Gequetschten” wurde

1578 wurde dieses Haus erstmalig urkundlich erwähnt als Besitz des Bonner Bürgers Johann Hammacher.
1636 hieß es “Elefant” später “schwarzer Rabe” und über die “schiefe Ecke” wurde es 1850 zum “Gequetschten”. Das war eine merkwürdige Wandlung!

Hier verkehrten von jeher mit Vorliebe Leute vom Lande. Und
früher machten diese auch öfters Bittprozessionen in die Stadt, voran der Kreuzträger. Um sich zu stärken, kehrten sie hier ein. Da sie nun das Kreuz mit dem Heiland nicht gut in die Wirtschaft mitnehmen konnten, stellen sie es vorsichtig hinter die Haustür, wodurch der dahinterstehnde Heiland naturgemäß stark bedrängt wurde.

In diesem Zustand fanden die Landleute beim Nachhausegehen das Kreuz. Das hatte sich natürlich bald herumgesprochen und bald hieß die “schiefe Ecke” “Zum gequetschten Heiland” oder kurz “Em Gequetschte”
1905 gründete Peter Josef Rings in Bonn die Brauerei “Rings”, die 1916 von Anton Real, dem Eigentümer der Kölner Brauerei “Sternche”, An der Linde, ersteigert wurde.
1919 pachtete Wilhelm Machold die Brauerei und benannte ihn um in “Machold-Brauerei”. Für nur RM 2,75 konnten die durstigen Bonner hier ihre 5-Liter-Siphons füllen lassen und gemütlich zu Hause leeren.

1920 kaufte Wilhelm Machold die Brauerei und pachtete 1932 die Gaststätte “Monopol”, Sternstraße, um hier einen “Machold-Spezial-Ausschank” einzurichten. Als ihr Vater 1936 verstarb, übernahm Frieda Machold die Brauerei und führte sie 25 Jahre lang selbständig weiter.

1928 hatte Wilhelm das Haus Rosental 9 gekauft und Frieda Machold strebte danach, den übernommenen Besitz zu vermehren. So konnte sie bereits 1934 das Haus Heerstraße 52 erwerben und 1935 das Weinhaus Wittmann, Hundsgasse 6, den heutigen Lufthansakomplex sowie 1937 das Haus Ermekeilstraße. Ab 1939 beschäftigte sie einen Braumeister bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht. Daraufhin schloß Frieda Machold 1941 mit dem Bürgerlichen Brauhaus Bonn einen Lohnbrauvertrag bis Ende 1944 und braute ab 1945 wieder selbst und zwar ein 2%iges Bier - solange ihr Malzvorrat reichte. Dieses Bier nannte sie “Hopfenperle”. Ab 1947 wurde das Bier von Frieda Machold doppelt so stark wie zuvor; sie braute einen 4%igen Gersten-saft unter dem Namen “Machold-Bier”. Zeitweilig war sie gezwungen, sich die Rohstoffe zu “organisieren”.

1950 erwarb Frau Machold eine der ältesten Bonner Gaststätten “Zum Gequetschten”.
Eine alte Bonner Brautradition ging am 22. Januar 1985 mit dem Tode von Frieda Machold zu  Ende, die wenige Wochen vor Voll-endung ihres 88. Lebensjahres verstarb. Fast ihr ganzes Berufsleben war mit Bier verknüpft.

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